Dominant 7 mit ♭9 und ♯9; doppelte None-Alteration mit extremer Chromatik.
Intervalle vom Grundton, die diesen Akkord und seine Töne bilden.
Tonleitern, die diese Akkordtöne enthalten und meist gut darüber funktionieren.
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Das Symbol 7♭9♯9 beschreibt zwei unterschiedliche None-Farben ueber demselben Grundton. Auf Klavier und Gitarre (gleichstufig temperiert) liegen diese Toene sehr nah beieinander, wodurch eine dichte, scharfe und bluesnahe Dominantspannung entsteht. Der Akkord wirkt besonders dann stark, wenn die innere Funktion klar bleibt und die Alterationen gezielt dosiert werden.
Praktisches Modell: 1-3-5-♭7-♭9-♯9. Die Quinte wird haeufig weggelassen, damit die Alterationen besser lesbar bleiben. In C7♭9♯9 z.B. C-E-B♭-D♭-D♯. Das funktionale Zentrum ist weiterhin 3 und ♭7.
Die Kombination aus ♭9 und ♯9 erzeugt eine gleichzeitige Enge und Schaerfe. Damit laesst sich eine Dominante sehr deutlich aufladen, ohne die Richtung zur Aufloesung zu verlieren. Besonders in kurzer Dauer entsteht ein markanter Effekt.
Lege zuerst das Geruest 3-♭7 fest. Danach verteile ♭9 und ♯9 auf unterschiedliche Register, damit die Textur offen bleibt. Zu viele Dopplungen im mittleren Bereich machen den Klang schnell stumpf.
Im Comping kann der Bass den Grundton uebernehmen. Oben funktionieren tritonische Guide-Tones plus eine innere ♭9 und eine obere ♯9 sehr gut. So bleibt die Funktion stabil und die Alteration trotzdem deutlich.
Funktional bleibt es eine vorbereitende Dominante mit maximalem Alterationssignal. Eine klare, vereinfachte Zielharmonie danach verstaerkt den Entspannungseffekt deutlich.
Trainiere das chromatische Umfeld um den Grundton zusammen mit dem Rahmen 3-♭7. Wer beide Ebenen gleichzeitig hoert, erkennt 7♭9♯9 auch in dichten Arrangements sehr schnell.
| Interval | semitones | Note | ||
|---|---|---|---|---|
| 0 | H | |||
| 4 | Dis | |||
| 7 | Fis | |||
| 10 | A | |||
| 13 | C | |||
| 15 | Cisis |