Dur ♭5; Dur-Terz mit verminderter Quinte, instabil.
Intervalle vom Grundton, die diesen Akkord und seine Töne bilden.
Tonleitern, die diese Akkordtöne enthalten und meist gut darüber funktionieren.
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Der Akkord Dur b5 behaelt die grosse Terz, ersetzt aber die reine Quinte durch eine verminderte Quinte (♭5). Das Grundmodell ist 1-3-♭5. Dadurch entsteht ein paradoxes Profil: Die Terz signalisiert Dur, waehrend die Quinte den Klang uebers Tritonus-Gefuehl instabil macht.
Denkweise: Dur-Dreiklang mit erniedrigter Quinte. In C(♭5) lautet eine typische Schreibung C-E-G♭. Je nach Umfeld kann derselbe Tonsatz auch als Teil groesserer Alterations- oder Polychord-Strukturen verstanden werden.
Der Klang ist hell und zugleich gebrochen: Dur-Farbe durch die Terz, innere Reibung durch die b5. Im Vergleich zu normalem Dur wirkt er weniger ruhig und staerker auf Bewegung ausgerichtet.
Typisch sind kurze Durchgangsfarben zwischen stabilen Akkorden, chromatische Innenstimmen, Fusion-Akzente und Filmmusik-Momente mit "fast Dur", aber kontrollierter Unsicherheit.
Die grosse Terz sollte klar hoerbar bleiben. Tiefe Ballungen vermeiden und die b5 als aktive Spannung behandeln, die oft halbtonschrittig weitergefuehrt wird.
Dur(♭5) ist meist ein Uebergangsklang statt Ruhepunkt. Kleine Stimmfuehrungen, etwa b5 zu 5, koennen sehr schnell zu deutlicheren tonalen Funktionen fuehren.
Trainiere den Kontrast zwischen Dur-Dreiklang-Stabilitaet und Dur(♭5)-Tritonus-Schaerfe. Das Kernsignal: grosse Terz plus "gekippte" Quinte.
| Interval | semitones | Note | ||
|---|---|---|---|---|
| 0 | Fis | |||
| 4 | Ais | |||
| 6 | C |