Lernen Sie Musiktheorie mit Sonid
  • Für Lehrkräfte und Musikschulen

    Sonid logo

    Lernen Sie Musiktheorie mit Sonid

    Lernen Sie Musiktheorie mit praktischen Tools, geführten App-Ubungen und einem vollständigen Nachschlagewerk für Akkorde, Tonleitern, Noten, Intervalle und Modi.

    Produkt

    Anwendungsfälle

    • Für Anfänger:innen
    • Für Gitarrist:innen
    • Für Pianist:innen
    • Gehörbildung
    • Musiktheorie üben

    Lösungen

    • Für Lehrkräfte und Musikschulen

    Lernen

    Theorie

    • Intervalle
    • Intervall-Playlists
    • Akkorde
    • Tonleitern
    • Begriffe
    • Notenreferenz

    Werkzeuge

    • Musiktheorie-Playground
    • Metronom
    • Warum und wie du mit dem Metronom übst
    • Stimmgerät

    Gemeinschaft

    • Blog
    • Grundlagen
    • Gehörbildung
    • Über uns

    App holen

    App StoreGoogle Play

    Info

    Erstellt vonMartijn van der Eijk
    Geschrieben vonLida van der Eijk
    Vektoren vonFreepik

    Rechtliches

    DatenschutzNutzungsbedingungenPresse

    Socials

    YoutubeMusiktheorie VideoserieEine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu den Grundlagen der Musiktheorie. Diese 60-sekündigen Videos bieten einen klaren Weg, um die Musik zu verstehen – optimiert für das Lernen am Desktop.YoutubeMusiktheorie ShortsMeistere musiktheoretische Konzepte in 60 Sekunden oder weniger. Schnelle, vertikale Videos, die dir essenzielles Theoriewissen in einem rasanten, mobilfreundlichen Format vermitteln.
    YoutubeFacebook
    @copyright Martijn van der Eijk 2026
    1. Heim
    2. Blog
    3. Songanalyse: Wie John Mayer in Gravity Blues und Jazz verbindet

    Songanalyse: Wie John Mayer in Gravity Blues und Jazz verbindet

    John Mayers Gravity (Continuum, 2006) zeigt, wie viel Spannung aus wenig Material entstehen kann. Zwei Akkorde in G-Dur, Gospel-Wärme, Jazzfarben und Blues-Phrasing tragen einen Song, der nur auf den ersten Blick schlicht wirkt.


    Autor: Lida van der Eijk
    11. Juni 2026

    John Mayers Gravity (von Continuum, 2006) ist eine Lektion in Zurückhaltung. Der Song verbringt den größten Teil seiner Zeit auf nur zwei Akkorden in G-Dur, klingt aber nie leer. Mayer legt Gospel-Wärme, Jazzfarben und Blues-Phrasing darüber. Die Akkordprogression lässt sich in einer Minute erklären, aber Timing, Gewicht und Ton dieses Songs kann man jahrelang üben.

    Heißt der Song Gravity, weil die Mollfarbe kurz an der Harmonie zieht? Als Hörbild funktioniert das erstaunlich gut.

    Die Strophe

    Harmonisch besteht der Kern des Songs aus G → C → G → C: I–IV in G-Dur, mit einem langsamen 6/8-Puls.

    GGCC

    Über G kommen seine Fills vor allem aus der Grundtonart. Die Akkordtöne G, H und D geben Halt. A und E schweben darüber und erzeugen diesen vertrauten add9/6-Schimmer.

    GAHCDEFis

    Über C verlagert sich das melodische Gewicht zu C, E und G. Diese Töne wirken schwerer, weil sie den C-Dur-Akkord bilden. A und besonders D klingen in den Oberstimmen weiter; deshalb steht in Akkordsheets oft C6add9. Hin und wieder hörst du aber auch ein F♯.

    Theoretisch liegt in G-Dur auf der vierten Stufe eine C-lydische Tonleiter. Diese Tonleiter enthält eine erhöhte vierte Stufe: F♯. Dadurch können sich die oberen Linien öffnen, während der Akkord darunter C bleibt. Denk zum Beispiel an eine Linie G-F♯-E über C, die danach auf D über dem G-Akkord auflöst.

    CDEFisGAH

    Mayer springt nicht hart zwischen den beiden Akkorden hin und her. Er spielt auf beide Akkorde zu. G kann als gemeinsamer Ton liegen bleiben: Grundton von I, Quinte von IV. D verbindet die Akkorde ebenfalls: Quinte von G, None von C. Deshalb kann eine Oberstimme über den Wechsel hinweg weiterlaufen. Alles, was von einem Akkordton zu einem anderen führt, kann funktionieren, mit kleinen Variationen genau dort, wo das Ohr sie annimmt.

    Der Refrain

    Am7Am7D7D7Gm/B♭E♭maj7D7D7

    Am7 → D7 ist eine klare Jazzbewegung innerhalb der Haupttonart. Das Ohr erwartet danach G-Dur, aber Mayer hält diesen Moment zurück. Stattdessen rutscht die Harmonie zu Gm/B♭ und E♭maj7. Sobald diese B-Vorzeichen auftauchen, reicht die Karte von G-Dur allein nicht mehr aus. Unter E♭maj7 kannst du an Es-Äolisch denken, also natürliches Moll auf Es: dieselbe Klangwelt, aus der Mayer schöpft, wenn die Farbe von gleichnamigem G-Moll kurz sichtbar wird.

    GAHCDEFis
    GABCDEsF

    Diese B-Töne stammen aus Modal Interchange: geliehene Akkorde aus gleichnamigem G-Moll, während der Song weiterhin in G-Dur gerahmt bleibt. G-Dur enthält H und E; G-Moll ersetzt sie durch B und Es. Der Grundton bleibt G, aber die emotionale Farbe wird dunkler. Wenn sich der Refrain anfühlt, als würde er nach unten ziehen, hörst du genau diese Neigung.

    Gm/B♭ ist der Moment, in dem dieser Wechsel deutlich wird. Der Dreiklang ist G-Moll (G–B–D), oft mit B im Bass. Ein einziger erniedrigter Ton in der Harmonie reicht, um die Stimmung abzudunkeln, ohne dass der Song wirklich moduliert.

    E♭maj7 ist der ♭VI-Akkord in G-Moll (Es–G–B–D): hymnisch, schwer und deutlich soulgefärbt. Er bereitet einen klassischen Zug vor: ♭VI → V7. E♭maj7 gleitet nach D7, der Dominante von G, die zurück zur Dur-Tonika und zur G – C-Schleife zieht. Die B-Vorzeichen sind also nicht zufällig da: Es ist G-Moll, das für zwei Takte durchscheint, gerade lang genug, damit die Rückkehr stärker wirkt.

    Warum es funktioniert

    Unter der Produktion ist Gravity fast stur einfach: zwei Dreiklänge in G-Dur, ein langsamer 6/8-Puls und fast die ganze Bewegung in den Oberstimmen. Mayer hält die Harmonie ruhig, damit du kleine Details bemerkst: wie lange D über C hängen bleibt, wann F♯ ein Fill aufhellt und wie G als gemeinsamer Ton durch den Wechsel klingt.

    Der Refrain funktioniert, weil der Rahmen so lange hell bleibt. Am7 und D7 erhöhen die Spannung. Gm/B♭ und E♭maj7 leihen sich Farbe aus dem gleichnamigen Moll. Danach löst D7 zurück in die Schleife auf. Einfach, aber sehr wirkungsvoll.

    Übe es in Sonid

    Öffne das Metronom in 6/8 und loope G–C. Wähle jeweils einen Ton und halte ihn durch den Akkordwechsel. Nicht nur, um den Ton zu benennen, sondern um zu spüren, was er über dem Akkord darunter macht. Ein A über G fühlt sich anders an als dasselbe A über C.

    Pack es direkt an — übe die Tonleiter dur pentatonik in einer kurzen Sonid-Übung.

    Spiele danach ein F♯ über beide Akkorde. Du hörst sofort Spannung. Je nach Akkord will diese Spannung nach oben oder unten auflösen. Spürst du den Unterschied?

    Pack es direkt an — übe die Tonleiter lydisch in einer kurzen Sonid-Übung.

    App StoreGoogle Play

    Auf dieser Seite
    • Die Strophe
    • Der Refrain
    • Warum es funktioniert
    • Übe es in Sonid
    Musiktheorie-Bibliotheken
    AkkordbibliothekTonleiterbibliothekIntervallleitfaden
    Auf dieser Seite
    • Die Strophe
    • Der Refrain
    • Warum es funktioniert
    • Übe es in Sonid
    Musiktheorie-Bibliotheken
    AkkordbibliothekTonleiterbibliothekIntervallleitfaden

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Spielen Sie Musik mit Selbstvertrauen. Entdecken Sie Tipps, technische Leitfäden und Best Practices in unserem monatlichen Newsletter speziell für Musiker.