Symmetrische sechsstufige Tonleiter (1, ♯2, 3, 5, ♯5, 7), die Dur- und übermäßige Dreiklänge für einen hellen, geheimnisvollen und schimmernden Jazz-Sound mischt.
Intervalle vom Grundton, die diese Tonleiter Schritt für Schritt aufbauen.
Diatonische Akkorde auf jeder Stufe dieser Tonleiter.
Entdecke Skalen mit vielen gemeinsamen Tönen und vergleiche, wie ein anderes tonales Zentrum den Klang verändert.
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Übermäßige Tonleiter ist eine hexatonische, symmetrische Tonleiter, die aus der Abfolge übermäßiger Dreiklänge aufgebaut ist. Ihr Klang ist schwebend und instabil und entsteht durch große Terzbeziehungen mit dazwischenliegenden Halbtonschritten. Das Ergebnis ist ein harmonisches Feld zwischen Symmetrie und Spannung, das häufig im modernen Jazz, in der Filmmusik und in der improvisierten Musik verwendet wird.
Die übermäßige Tonleiter besteht aus zwei übermäßigen Dreiklängen im Abstand einer kleinen Terz. In C bedeutet das die Kombination von C übermäßig (C–E–G♯) und E♭ übermäßig (E♭–G–H).
Das Ergebnis ist die Tonfolge: C–E♭–E–G–G♯–H.
Die Intervallstruktur lautet 1–♭3–3–5–♯5–7 und ist vollständig symmetrisch aufgebaut: kleine Terz – Halbton – kleine Terz – Halbton – kleine Terz – Halbton.
Diese Symmetrie verhindert ein klares tonales Zentrum: Die Tonleiter löst sich nicht auf, sondern bleibt intern ausgewogen und schwebend.
Die übermäßige Tonleiter wird häufig über Dominantakkorde mit ♯5 (z. B. V7♯5) verwendet oder in modalen Kontexten, in denen kontrollierte Spannung und harmonische Mehrdeutigkeit gefragt sind. Im modernen Jazz kann sie auch über statischen Harmonien oder erweiterten Dominanten eingesetzt werden.
Wichtige Strukturtonstufen sind E (3), G (5), G♯ (♯5) und H (7), da sie die zugrunde liegenden übermäßigen Dreiklänge klar definieren. Bewegungen zwischen diesen Tönen erzeugen den charakteristischen Schwebezustand der Tonleiter.
Zum Erlernen der übermäßigen Tonleiter werden zunächst die beiden übermäßigen Dreiklänge isoliert und anschließend durch Halbtonschritte verbunden. Dadurch wird die innere Symmetrie besser hörbar als bei rein linearer Betrachtung.
In der Improvisation kann man von den Akkordtönen eines Dominantakkords (E und H über C7) ausgehen und dann zu G♯ und E♭ erweitern, um Farbe und Spannung hinzuzufügen. Die Wirkung entsteht weniger durch lineare Bewegung als durch das gezielte Hervorheben der Symmetrie.
In der Komposition funktioniert die übermäßige Tonleiter besonders gut, wenn die Harmonie nicht eindeutig aufgelöst wird, sondern zwischen Zentren im Abstand einer kleinen Terz schwebt.
| Interval | semitones | Note | ||
|---|---|---|---|---|
| 0 | A | |||
| 3 | His | |||
| 4 | Cis | |||
| 7 | E | |||
| 8 | Eis | |||
| 11 | Gis |