Siebentönige Tonleiter, die ein Dur-Fundament mit einer erniedrigten 6. Stufe kombiniert und so eine einzigartige Mischung aus heller Dur-Stabilität und dunkler, romantischer Spannung schafft.
Intervalle vom Grundton, die diese Tonleiter Schritt für Schritt aufbauen.
Diatonische Akkorde auf jeder Stufe dieser Tonleiter.
Entdecke Skalen mit vielen gemeinsamen Tönen und vergleiche, wie ein anderes tonales Zentrum den Klang verändert.
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Die harmonische Dur-Tonleiter ist eine ausdrucksstarke siebentönige Tonleiter, die den hellen, stabilen Charakter der Dur-Tonleiter mit der dunklen, romantischen Spannung von harmonisch Moll verbindet. Ihr entscheidendes Merkmal ist die erniedrigte sechste Stufe, die innerhalb einer Dur-Tonalität ein unverwechselbares „orientalisches“ oder melancholisches Flair erzeugt.
Die harmonische Dur-Tonleiter wird gebildet, indem man bei einer Standard-Dur-Tonleiter die 6. Stufe erniedrigt. Dadurch entsteht ein Intervall einer übermäßigen Sekunde zwischen der ♭6 und der großen 7, was für den charakteristischen harmonischen Zug sorgt.
In C lauten die Töne: C–D–E–F–G–As–H.
Die Intervallformel lautet: 1–2–3–4–5–♭6–7.
Sie teilt sich den unteren Tetrachord mit der Dur-Tonleiter (1-2-3-4) und den oberen Tetrachord mit der harmonischen Moll-Tonleiter (5-♭6-7-8).
Harmonisch Dur ist sehr vielseitig im Jazz, in der Filmmusik und in der neoklassischen Musik. Sie wird häufig über Dur-Akkorden mit einer kleinen Sexte verwendet oder um Standard-I-Dur-Verbindungen klanglich zu erweitern. Zudem entstehen durch sie einzigartige Akkorde wie der Major-Septakkord mit kleiner Sexte (maj7♭6) und der verminderte Septakkord auf der 7. Stufe.
Da sie die Brücke zwischen Dur und Moll schlägt, eignet sie sich perfekt für bittersüße Auflösungen oder Momente, in denen eine geheimnisvolle Stimmung erzeugt werden soll, ohne das Dur-Fundament zu verlassen.
Um den Klang zu verinnerlichen, spiele eine C-Dur-Tonleiter und senke das A einfach zu einem As ab. Achte darauf, wie der Zug zur Quinte (G) und der Leitton zum Grundton (C) deutlich intensiver werden.
Versuche beim Komponieren, die Tonleiter zu verwenden, um eine Melodie über eine Moll-Subdominante (IVm) zu harmonisieren, die zur Tonika (I) zurückkehrt. Der Ton ♭6 wirkt dabei als starker „Schwerkraftpunkt“, der sich wunderschön zur 5. Stufe auflöst.
| Interval | semitones | Note | ||
|---|---|---|---|---|
| 0 | Dis | |||
| 2 | Eis | |||
| 4 | Fisis | |||
| 5 | Gis | |||
| 7 | Ais | |||
| 8 | H | |||
| 11 | Cisis |