Der Akkord Dur9♯5sus4 ist eine hochspezialisierte Farbsonoritaet: Er behaelt die Offenheit von sus4, erweitert mit der None und ersetzt die reine Quinte durch eine uebermaessige Quinte. Dadurch klingt er leuchtend, modern und leicht "unheimlich" - ideal als bewusster Fokusmoment statt als Standardklang.
Aufbau
Konzeptionelle Schichtung: 1-4-♯5-7-9. Konkrete Voicings variieren stark je nach Instrument. Lesbarkeit entsteht durch Registerplanung: sus4 und grosse Septime muessen klar bleiben, die None sollte als Erweiterung oben sitzen.
Einsatz
Besonders wirksam auf Pedaltoenen, als kurzer Pivot-Akkord und in arrangierten Hits, wenn ein normaler maj9-Sound nicht ausreichend markant ist.
Beispiele
- Fusion-Hornpads mit bewegten Upper-Structures
- Moderne Jazz-Reharmonisationen als kurzer Farbwechsel
- Filmmusik-Cues mit weiter sus-Flaeche und innenliegender Augmented-Spannung
Spielpraxis
Toene weit verteilen, Dopplungen reduzieren und den Bass den Grundton stabil fuehren lassen. Wenn die Melodie mit dem Akkord kollidiert, zuerst Innenstimmen vereinfachen - nicht sofort ♯5 oder sus4 entfernen.
Gehoertraining
Hoere die seltene Dreifachsignatur aus sus4-Offenheit, None-Weite und uebermaessiger Quinte. Genau diese Kombination macht den Klang eindeutig.
