Der Abstand zwischen zwei Tönen mit demselben Stammton, mit 0 Halbtonschritten dazwischen.
Echte Stücke, in denen du dieses Intervall hören und mit beweglichen Do-Silben üben kannst.
Akkorde, deren Formeln dieses Intervall vom Grundton aus enthalten.
Tonleitern, deren Formeln dieses Intervall enthalten.
Intervalle mit vergleichbarer Qualitat und Klangfarbe.
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Hier hören wir nach dem Intro die reine Prime. „EACH-MORNING-I-GET-UP-I“ ist alles auf demselben Ton.
Wenn du viele reine Primen hören willst, musst du dieses Stück hören – ein echter Klassiker.
Jedes Mal, wenn Dolly Jo-lene singt, hörst du eine reine Prime.
In der Klaviermelodie hörst du die reine Prime (Unisono). Agnes Obel wiederholt diese Figur.
Am Anfang des Songs hörst du Got-My-First-Real … Diese Töne bilden die reine Prime. Hinweis: ohne das erste Wort des Satzes (I).
Dieses klassische Meisterwerk von Chopin beginnt, indem dieselbe Note wiederholt wird.
Die reine Prime (haufig auch reiner Einklang) ist das Intervall, bei dem zwei Tone dieselbe Tonhohenklasse teilen: kein Abstand in Halbtone, sondern derselbe Ton, verdoppelt oder von mehreren Stimmen gemeinsam gehalten. Die Abkurzung ist P1. Weil es keinen Tonabstand gibt, erzeugt P1 fur sich genommen keine melodische Spannung; stattdessen schafft es vor allem Fokus, Gewicht und Stabilitat in Harmonik, Orchestrierung und Rhythmus.
P1 umfasst 0 Halbtone. In der Intervallbezeichnung heisst es "rein", weil der Einklang zur reinen Intervallfamilie gehort (P1, P4, P5, P8) und nicht zur gross/klein-Familie. In der Schreibweise bleibt in der Regel derselbe Buchstabenname in beiden Stimmen erhalten (zum Beispiel C mit C oder F# mit F#), auch wenn die praktische Ausfuhrung in unterschiedlichen Oktaven liegen kann.
Harmonisch starkt der Einklang eine Linie: Chore, Synth-Layer, Gitarren oder Streicher verdoppeln Melodien oft in P1, damit sie kraftiger und klarer wirken. Rhythmisch machen wiederholte Einklang-Attacken das Zusammenspiel tighter. Melodisch erscheint P1 als Wiederholung derselben Tonhohe; auf dem Papier kann das statisch wirken, in der Auffuhrung wird es aber durch Artikulation, Dynamik, Timing und Klangfarbe ausdrucksstark.
Trainiere P1, indem du einen Referenzton singst und ihn dann mit einer zweiten Stimme oder einem Instrument exakt triffst, ohne nach oben oder unten wegzudriften. Im Arrangement nutzt du Einklangsverdopplung, wenn du Klarheit und Wirkung brauchst, und kontrastierst danach mit Terzen, Sexten oder Oktaven fur mehr Breite in der Textur. Im Gehortraining solltest du echten Einklang von kleinen Verstimmungen (Schwebungen) unterscheiden, denn diese Genauigkeit verbessert die Intonation aller anderen Intervalle.
Ein echtes P1 klingt wie eine verschmolzene Tonhohe, nicht wie zwei getrennte Tone. Horst du Schwebungen, liegen die Tone nah beieinander, sind aber nicht exakt ausgerichtet. Vergleiche P1 mit m2: P1 hat keine Reibung und keinen Zug, wahrend m2 sofort Spannung und Richtung erzeugt.