Der Abstand über zehn Stammtöne, mit 15 Halbtonschritten dazwischen.
Akkorde, deren Formeln dieses Intervall vom Grundton aus enthalten.
Tonleitern, deren Formeln dieses Intervall enthalten.
Intervalle mit vergleichbarer Qualitat und Klangfarbe.
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Die kleine Dezime (m10) ist ein weites, zusammengesetztes Intervall, das 15 Halbtöne umfasst. Sie ist im Grunde eine kleine Terz plus eine Oktave und bietet einen weiträumigen, „offenen“ Moll-Klang, der ein Eckpfeiler professioneller Klavier-Voicings und Gitarren-Fingerpickings ist.
Die m10 tritt zwischen einem Grundton und seinem zehnten Buchstabennamen auf (der Terz-Name in der nächsten Oktave), wie z. B. C nach Es'. Sie ist enharmonisch identisch mit der übermäßigen None (♯9), aber ihre Funktion ist melodisch oder akkordisch und nicht die einer alterierten Spannung. Die korrekte Schreibweise ist wichtig, um sie von der „Blue Note“ ♯9-Spannung in Dominantseptakkorden zu unterscheiden.
Harmonisch gesehen ist die m10 die bevorzugte Art, Moll-Qualität in weiten Voicings auszudrücken. Da eine kleine Terz in tiefen Registern oft „matschig“ klingt, erzeugt das Verschieben der Terz um eine Oktave nach oben einen klareren und resonanteren Moll-Charakter. Melodisch ist ein Sprung einer kleinen Dezime dramatisch und expansiv; er wird häufig in moderner Filmmusik und Solo-Bass-Arrangements verwendet, um schnell einen großen Frequenzbereich abzudecken.
Übe, die m10 als eine kleine Terz mit Luft zu visualisieren. Auf dem Klavier ist sie ein Markenzeichen der „Dezimen-Technik“, die eine große Handspannweite oder ein leichtes Arpeggieren erfordert. Auf der Gitarre wird sie typischerweise auf nicht benachbarten Saiten gespielt (z. B. tiefe E- und G-Saite).
Nutze beim Komponieren die m10 anstelle einer eng geführten kleinen Terz, um Transparenz in deinen Arrangements zu schaffen. In der Orchestrierung erzeugt eine kleine Dezime zwischen Celli und Bratschen eine reiche, klagende Textur, die deutlich „filmischer“ klingt als ein einfacher Moll-Dreiklang.