Der Akkord moll7(♯5) ersetzt in einem m7-Klang die reine Quinte durch eine uebermaessige Quinte: 1-♭3-♯5-♭7. Dadurch bleibt die mollige Septimspannung erhalten, waehrend ♯5 eine helle, instabile Kante hinzufuegt. Der Klang liegt zwischen klassischer Mollfarbe und augmented-Schimmer und ist besonders in Jazz und Fusion beliebt.
Aufbau
Formel: 1-♭3-♯5-♭7. In Cm7(♯5) ist eine moegliche Schreibweise C-E♭-G♯-B♭. Notation sollte so gewaehlt werden, dass die Stimmfuehrung lesbar bleibt.
Einsatz
Typisch in alterierten Moll-Vamps, als Durchgangsfarbe zwischen m7 und dominantnahen Klaengen sowie in cineastischen Pads, wenn dunkle Mollbasis mit erhöhter Quintfarbe kombiniert werden soll.
Beispiele
- Fusion-Keyboard-Sounds auf statischen Moll-Grooves
- Moderne Jazz-Voicings mit betonter ♯5 auf ii-nahen Funktionen
- Filmmusik mit Mischung aus Mollmodus und augmented-Faerbung
Spielpraxis
Balanciere ♯5 gegen ♭7, damit der Akkord nicht nur rau klingt. In Ensembles kann der Grundton entfallen, um Mittelregister-Matsch zu vermeiden.
Gehoertraining
Hoere den Unterschied zwischen m7 mit reiner Quinte und m7 mit erweiterter Quinte. Genau diese "aufgespannte" Quinte macht den Charakter aus.
