Symmetrische sechsstufige Tonleiter aus reinen Ganztonschritten, verwendet über übermäßigen und dominanten Akkorden für einen schwebenden, traumartigen und harmonisch mehrdeutigen Klang.
Intervalle vom Grundton, die diese Tonleiter Schritt für Schritt aufbauen.
Diatonische Akkorde auf jeder Stufe dieser Tonleiter.
Entdecke Skalen mit vielen gemeinsamen Tönen und vergleiche, wie ein anderes tonales Zentrum den Klang verändert.
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Die Ganztonleiter ist eine traumartige, symmetrische sechsstufige Tonleiter, die ausschließlich aus Ganztonschritten besteht. Da ihr eine reine Quinte und ein Leitton fehlen, besitzt sie ein einzigartiges Gefühl von Schwerelosigkeit und Mehrdeutigkeit, das berühmterweise mit impressionistischen Komponisten wie Debussy verbunden wird.
Die Ganztonleiter folgt einem konstanten Intervallmuster aus Ganztonschritt - Ganztonschritt. Diese Symmetrie bedeutet, dass die Tonleiter hexatonisch (sechstönig) ist und die Oktave perfekt in sechs gleiche Teile unterteilt.
In C lauten die Töne: C–D–E–Ges–As–B.
Die Intervallformel lautet: 1–2–3–♯4–♯5–♭7.
Aufgrund der totalen Symmetrie gibt es nur zwei einzigartige Ganztonleitern; jeder andere Startton ergibt lediglich eine Transposition einer dieser beiden Tonmengen.
Die Ganztonleiter wird primär über übermäßigen Akkorden (aug) und Dominantseptakkorden mit alterierten Erweiterungen (7♯5 oder 7♭5) verwendet. Im Jazz bietet sie eine „schwebende“ Alternative zur alterierten Tonleiter bei der Improvisation über V7-Akkorde.
In Film und Fernsehen ist sie der Inbegriff des Sounds für „Traumsequenzen“ oder Rückblenden, da ihr ein klares tonales Zentrum fehlt. Sie erzeugt einen Zustand der Schwebe, in dem das Ohr eine Auflösung nicht leicht vorhersagen kann.
Um den Effekt zu hören, spiele einen Standard-Dominantseptakkord und ersetze die reine Quinte durch eine ♯5. Nutze die Ganztonleiter für Soli darüber. Achte darauf, wie sich jeder Ton wie der Grundton anfühlen kann, da die Intervalle identisch sind.
Melodisch funktioniert die Tonleiter am besten in kurzen Einsätzen. Wegen ihrer extremen Symmetrie kann sie bei zu langem Gebrauch repetitiv wirken. Nutze sie, um Momente der „Unschärfe“ oder des Mysteriösen zu erzeugen, bevor du dich zu einem stabileren tonalen Zentrum auflöst.
| Interval | semitones | Note | ||
|---|---|---|---|---|
| 0 | E | |||
| 2 | Fis | |||
| 4 | Gis | |||
| 6 | Ais | |||
| 8 | His | |||
| 10 | Cisis |