Übermäßiger Dreiklang (1–3–♯5); symmetrisch, zwei große Terzen.
Intervalle vom Grundton, die diesen Akkord und seine Töne bilden.
Übergeordnete Tonleitern und Stufen, auf denen dieser Akkord diatonisch vorkommt.
Tonleitern, die diese Akkordtöne enthalten und meist gut darüber funktionieren.
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Der vermehrte Akkord (auch Augmented) ist eine einzigartige und evozierende Harmonie, die durch seine symmetrische Struktur und sein Gefühl von ungelöster Spannung gekennzeichnet ist. Aufgebaut aus einem Dur-Dreiklang mit einer erhöhten Quinte, erzeugt er einen Klang, der sich "gehoben", mysteriös oder auflösungsbedürftig anfühlt. Oft notiert als C+, Caug oder C♯5, fehlt diesem Akkord die Stabilität eines Dur- oder Moll-Dreiklangs; stattdessen fungiert er als Brücke, die die Musik vorwärts treibt. Seine charakteristische Qualität stammt vom Intervall der erhöhten Quinte, das die Oktave in drei gleiche große Terzen unterteilt und dem Akkord einen schwebenden, mehrdeutigen Charakter verleiht.
Im Gegensatz zur Dominantseptime, die eine klare richtungsweisende Anziehungskraft auf eine bestimmte Tonika hat, kann der vermehrte Akkord auf mehrere verschiedene Ziele auflösen. Diese Vielseitigkeit macht ihn zu einem bevorzugten Werkzeug für Komponisten und Improvisatoren, die Farbe, Spannung oder ein Gefühl von "Andersweltlichkeit" zu einer Progression hinzufügen möchten. Er wird häufig verwendet, um in neue Tonarten zu modulieren, emotionale Höhepunkte zu intensivieren oder eine traumhafte Atmosphäre zu schaffen.
Musikalisch wird der vermehrte Akkord aufgebaut, indem zwei große Terzen über dem Grundton gestapelt werden. In der Tonart C enthält ein C-vermehrter Akkord die Noten C–E–Gis. Das kritische theoretische Element ist das Intervall zwischen dem Grundton und der Quinte, das eine vermehrte Quinte (oder sharp five) bildet. Dieses Intervall ist breiter als die reine Quinte in einem Dur-Dreiklang und erzeugt ein Gefühl von Expansion und Instabilität. Da der Akkord aus zwei identischen großen Terzen aufgebaut ist (C zu E und E zu Gis), ist er perfekt symmetrisch; das bedeutet, dass C+, E+ und Gis+ im Wesentlichen denselben Satz von Noten darstellen, nur mit unterschiedlichem Grundton.
Diese Symmetrie ist sowohl seine Stärke als auch seine Mehrdeutigkeit. Sie ermöglicht es dem Akkord, als Pivot in der Modulation zu fungieren, da er nahtlos zu verschiedenen Tonarten führen kann. Das Fehlen einer reinen Quinte entfernt den verankernden Effekt eines Standard-Dreiklangs und lässt den Hörer mit einem Gefühl der Schwebe zurück. Die erhöhte Quinte hat eine natürliche Tendenz, nach außen aufzulösen: Das Gis steigt oft zu A auf (der Sexte der relativen Molltonart) oder sinkt zu G (der Quinte der relativen Durtonart), was eine sanfte Stimmenführung erzeugt.
Der vermehrte Akkord erfüllt mehrere spezifische Funktionen in der Harmonik, hauptsächlich als Durchgangsakkoord oder Dominantersatz. In der klassischen Musik wird er oft als V+-Akkord verwendet, der zur Tonika auflöst und zusätzliche Spannung vor der finalen Kadenz hinzufügt. Im Jazz und in der Popmusik erscheint er häufig als I+-Akkord, um ein Gefühl von Bewegung innerhalb einer statischen Durtonart zu erzeugen, oder als III+-Akkord, um zur relativen Molltonart zu führen.
Zu den wichtigsten Verwendungszusammenhängen gehören:
Es ist wichtig zu beachten, dass der vermehrte Akkord zwar oft mit Spannung assoziiert wird, aber auch verwendet werden kann, um ein Gefühl der Bewunderung oder Fantasie zu erzeugen, insbesondere in Filmmusiken und impressionistischer Musik.
Der vermehrte Akkord ist ein Eckpfeiler dramatischer und farbenfroher Musik in vielen Genres. Sein Klang ist sofort erkennbar und vielseitig:
Beim Spielen eines vermehrten Akkords ist das wichtigste Konzept die Auflösung. Da der Akkord inhärent instabil ist, bleibt er selten lange allein stehen. Die erhöhte Quinte (die sharp five) sollte typischerweise nach außen auflösen: entweder aufsteigend zur Sexte des nächsten Akkords oder absteigend zur Quinte. Zum Beispiel steigt in einem C+, der zu Am auflöst, das Gis zu A auf. In einem C+, der zu C-Dur auflöst, sinkt das Gis zu G. Das langsame Üben dieser Auflösungen hilft, die Funktion des Akkords als Brücke und nicht als Ziel zu verinnerlichen.
Für Improvisation und Begleitung konzentrieren Sie sich auf die Symmetrie des Akkords. Da C+, E+ und Gis+ dieselben Noten enthalten, können Sie jede dieser Grundtöne verwenden, um dieselbe Harmonie zu implizieren. Dies ermöglicht eine sanfte Stimmenführung und kreative Neuharmonisierung. Wenn Erweiterungen hinzugefügt werden, passt der vermehrte Akkord gut zu großen Septimen (was einen maj7♯5-Klang erzeugt) oder Dominantseptimen (was einen 7♯5-Klang erzeugt). Hören Sie sich Aufnahmen von Meisterspielern an, um zu hören, wie sie den vermehrten Akkord nutzen, um Spannung und Entspannung zu erzeugen, oft indem sie ihn als "Absprungbrett" verwenden, um in einen neuen Abschnitt oder eine neue Tonart einzusteigen.
| Interval | semitones | Note | ||
|---|---|---|---|---|
| 0 | E | |||
| 4 | Gis | |||
| 8 | His |
| Degree | Triad | Seventh | Extended | Tonleiter | |
|---|---|---|---|---|---|
| I | |||||
| II | |||||
| III | |||||
| IV | |||||
| V | |||||
| VI | |||||
| VII |